Dazu fällt uns sofort der Name "Alhambra" ein, der
beeindruckende, maurische Palast in der Provinzhauptstadt.
Die Provinz Granada bedeutet aber auch Strände,
Hafenstädtchen, die schneebedeckten Berge
der Sierra Nevada, weiße Dörfer und die Stadt
Granada selbst

Routenverlauf
18. Tag
Die Nacht in geschätzten 1500 Metern Höhe war heftig
kalt. Es schließt sich dafür heute eine traumhafte,
alpine Tour an, zwischen 1500 und ca. 2000 Höhenmetern, auf
kurvig schmalen Bergstraßen, in sonnigem Wetter, knapp unter
oder knapp in den weißen Kumuluswolken.

LAS ALPUJARRAS
Ich kann die Bergstrecke im LAS ALPUJARRAS zum höchstgelegenen Dorf in Spanien jedem empfehlen, der Bergstraßen mag. ;-)


Dieses Dorf TREVELEZ ist außerdem berühmt für seine, in kühler Höhenluft getrockneten, Schweineschinken.



CAPILEIRA
Vom Nachbarort CAPILEIRA hat es mal eine Straßenverbindung nach GRANADA über die SIERRA NEVADA gegeben, die höchstgelegene Verkehrsstraße in Europa. Sie hatte einen abenteuerlichen Ruf, wir wollten ihm folgen, aber bei ca. 2000 Metern stand ein Schild „Sackgasse“ und der Belag wechselte auf Schotter.


Hier haben wir abgebrochen, Mittag gemacht und sind dann umgekehrt.
Am Nachmittag erreichten wir GRANADA.
Die Touristinformationen liegen sinniger Weise immer in der
Innenstadt, meistens in der Fußgängerzone, aber
wir bekamen doch wieder unsere gewünschten Infos und fanden
auch einen stadtnahen Campingplatz.
Zwei Stunden später brachte uns die Buslinie 3 ins Zentrum von
GRANADA. Anschließend waren die Beine gefordert, uns in den
alten maurischen Stadtteil ALBAICIN
zu transportieren.

ALBAICIN
Der Aussichtspunkt SAN NICOLAS ist der prädestinierte Ort, um die

ALHAMBRA,
die
arabischen Paläste, in der Nachmittagssonne zu betrachten.
Wie
nicht anders zu erwarten, haben wir uns in dem Gewirr der Treppen und
Gassen verirrt und einige Nerven gelassen bis der MIRADOR DE SAN
NICOLAS gefunden war.
Dieser historische Stadtteil ist inzwischen über 600 Jahre alt
und das ist nicht zu leugnen. Trotz Weltkulturerbe ist das Viertel von
der Bausubstanz und dem Sozialen Status verkommen. Brigitte und mich
hat es jedenfalls nicht angesprochen. Morgen wollen wir die ALHAMBRA
besuchen.
19. Tag
Es ist 10:30 Uhr und wenige Meter vor dem Haupteingang zur ALHAMBRA
verlassen alle Passagiere den Bus. Jetzt heißt es anstehen
vor den Ticketschaltern und dann haben wir den ganzen Tag Zeit, uns mit
der Vergangenheit, und dem was davon übrig ist, vertraut zu
machen.
Die ALHAMBRA ist das wichtigste Baukunstwerk des letzten
islamischen Sultanats der Iberischen Halbinsel. Der Palast entstand
unter der Herrschaft der Nasriden, die von 1238 bis 1492 dauerte.
Die Nasriden-Sultane wählten als Sitz ihres Hofes den
Hügel SABTKA, den letzten Ausläufer der SIERRA NEVADA
in der fruchtbaren Vega von Granada, hervorragend geeignet zur
Bewachung und Beobachtung der 
Hauptstadt
des Reiches und ihrer Umgebung.

Robuste Mauern
aus Ziegelstein umgeben den bebauten Teil der ALHAMBRA.
Parkwege
führen in die prachtvollen arabischen Paläste mit
ihren zahlreichen Brunnen, Teichen,
Innenhöfen und
Gärten.

Die Innenräume sind ausgestaltet und verkleidet mit
einer außerordentlichen Ornamentik,
die Decken der Säle mit geschnitzten Zedernholzkassetten,
die übrigen Wände,
Bögen, Gewölbe und Kuppeln mit filigran
herausgearbeiteten Mustern
aus Marmorplatten. Ursprünglich waren die
ausgehobenen Vertiefungen farblich
ausgemalt,
so dass die weißen Marmorornamente besonders eindrucksvoll
zur Geltung kamen. Es ist kaum vorstellbar wie viele Handwerker wie
lange an diesen Verzierungen gemeißelt haben.


Aus den Fenstern der Paläste und von den Zinnen der Festung
ACAZABA ergeben sich schöne Aussichten auf den alten Stadtteil
ALBAICIN auf dem
gegenüber liegenden Hügel. Im Gegensatz zu gestern,
sieht er heute von hier aus der Distanz sehr schön aus,
Am Spätnachmittag, als auch die Gärten mit
ihren Wegen aus Kieselsteinmosaiken und
den Springbrunnen des Außenbereiches GENERALIFE von uns
besichtigt sind, lassen
wir uns vom Minibus wieder hinunter in die Stadt bringen.


GENERALIFE (Teil der ALHAMBRA)
Brigitte hatte heute Morgen ein Internetcafe entdeckt, das ist nun
unser Ziel. Beim ersten kann ich die Kamera nicht an den PC
anschließen. Beim nächsten, es macht auch einen
professionelleren Eindruck, kann ich die Bilder und bisherige
Reisebeschreibung in die eMmail kopieren und nach Hause schicken.
Jetzt sind wir aber auch geschafft und der nächste Bus zum
Campingplatz ist unserer.
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