Die COSTA DEL SOL, MALAGA,
TORREMOLINOS,
das sind Begriffe für Urlaub an spanischen Stränden
unter
südlicher Sonne.
Uns ist die Landschft zu sehr verbaut, deshalb fahren wir
zügig
bis GIBRALTAR um uns an den weitläufigen Stränden von
TARIFE
zu erholen.

Routenverlauf
20.Tag
Nach Reinigung und Wiederauffrischung vom Reisemobil und uns, verlassen
wir GRANADA in Richtung MALAGA.
Das war ein kurzer Rutsch auf der Autovia, der, im Gegensatz zur
Autopista, kostenfreien Autobahn.
Wenn ich in Deutschland in der Eisdiele ein Eis bestelle, ist immer auch eine Kugel „Malaga-Eis“ dabei. Was lag also näher, als in MALAGA ein „Malaga“ zu schlecken. Am Stadtrand waren schon die ersten Parkplätze ausgewiesen, es wäre aber viel zu weit bis in das Zentrum gewesen. Also eine Stadtbesichtigungstour mit Womo, und wenn sich ein Parkplatz anbietet, dann suchen wir uns auch eine Heladeria, wie hier ein Eiscafe heißt.
Die Besichtigung führt vom Hafen in West-Ost-Richtung direkt an der chicen Strandpromenade entlang bis in die Vororte. Es ist Samstag, Markttag, die Spanier haben das letzte Fleckchen zugeparkt und stehen schon in der 2. und 3. Reihe mit Warnblinkanlage. Es kostet Mühe, sich überhaupt noch durch zu quetschen, an parken kein Gedanke. Die Gegenrichtung wählen wir direkt durchs Zentrum. Auch hier schöne mit Alleebäumen gesäumte Straßen aber keine freien Parkplätze und in die Parkhäuser passen wir nicht hinein.
Als wir schon wieder auf der Ausfallstraße sind, liegt rechts das „Centro Comerciale“. Hier sind die Supermärkte und Einkaufszentren zusammengefasst. Da wir uns für das Wochenende noch mit Brot eindecken müssen, und hier immer ein Plätzchen für unser Womo frei ist, wird ein Stopp eingelegt. So komme ich auch noch an ein „Malaga-Eis“, zwar aus der Tiefkühltruhe und es heißt hier auch nicht Malaga sondern „Helado Ron“ also Rosineneis, aber es ist das Richtige!
Torremolinos
ist inzwischen ein Vorort von Malaga. Ein kurzer Halt, und Spaziergang
an den Strand überzeugt uns nicht von diesem
Feriendomizil.
Auf der Weiterfahrt, immer an der Küste entlang, stellen wir sehr schnell fest, dass an der COSTA DEL SOL sich kein Ort mehr vom anderen unterscheidet oder absetzt. Nur an den großen Namensbrücken über der autobahnähnlich ausgebauten, vierspurigen Küstenstraße ist abzulesen, dass man sich jetzt in einem anderen Ort befindet. Die Bebauung zeigt auf die nächsten 100 Kilometer keine Lücken mehr.

Der Felsen von GIBRALTAR
Kurz vor GIBRALTAR wird das Gelände wieder hügelig. Auf den Höhenrücken stehen Windparks und bei einem von ihnen, zwischen ALGECIRAS und TARIFE, haben wir einen prächtigen Blick über die Straße von Gibraltar nach Afrika.

Die Meerenge ist hier nur 14 Kilometer breit.
Der nordafrikanische
Küstenabschnitt der uns gegenüberliegt ist genauso
bergig wie auf unserer Seite. Das Bild erinnert an einen Blick
über den Bodensee in die Schweiz.

Kurze Zeit später parken wir in TARIFE beim Hafen,
direkt unter einem alten, maurischen Festungsturm.
Vorgelagert ist eine
kleine Insel, die komplett zur Festung ausgebaut, und über
einen 100 Meter langen Damm mit dem Festland verbunden ist.

Hier ist
die schmalste Stelle
zwischen den Kontinenten Europa und Afrika.
Reger Schiffs-
und Fährverkehr spielt sich vor unseren Augen im
Sonnenschein ab.
Dazwischen hat eine Flotte von
Thunfischfängern ihre Netze ausgebracht.
Nach einem ersten Orientierungsgang ist uns klar, obwohl hier einige
andere Womo stehen, ist dieser Platz allenfalls für eine Nacht
geeignet. Morgen ist Sonntag, dann wird es hier vor Besuchern wimmeln.
Westlich des Ortes ist ein großer Strand zu sehen, der
müsste besser geeignet sein.
Kurze Zeit und drei Kilometer später stehen wir, von einem
kleinen Pinienwäldchen verdeckt, auf einem großen
Besucherparkplatz
des Surfstrandes in Nachbarschaft mit etlichen anderen Wohnmobilen und
vielen PKW.
Der Strand nennt sich PLAYA DE LOS LANCES und ist als Naturpark
ausgewiesen. Das Wäldchen und die Dünen sind ein
bisschen eingefriedet, außerdem sind eine Menge
Verbotsschilder aufgestellt, unter anderem Campingverbot und
Angelverbot, aber es hält sich offenbar niemand daran,
zumindest nicht in der Vorsaison. Die Polizei fährt hier
mehrmals am Tage Streife über den Platz und man hat ein
sicheres Gefühl. Ich denke hier bleiben wir über das
Wochenende.
Hier, westlich von TARIFE, haben wir die COSTA DE LA LUZ, die Küste des Lichts erreicht und mit ihr den Atlantik. Der kühle Wind ist auch hier allgegenwärtig, dafür ist TARIFE aber auch unter Surfern weltbekannt. Windstärke 5 ist hier Standard und Statistiker haben festgestellt, dass an 85 Tagen im Jahr der Wind mit 7 bis 10 Beaufort weht und der Sand wie aus einem Strahlgebläse über den weitläufigen Strand fegt. Für Könner ist das dann der Garten Eden.

Auf diesem Strandabschnitt,
der etwa 5 Kilometer lang und zwischen 100 und 300 Metern breit ist,
sind die Drachen-Surfer, oder Kite-Surfer oder Para-Surfer wie sie auch
genannt werden, zu Hause. Die Namen stehen alle für das
Gleiche, sich auf einem Surf-Bord stehend, von einem großen
Drachen, ähnlich einem Fallschirm, über das Meer
ziehen zu lassen. Bis zum Abend können wir diese Technik
bestaunen.
21. Tag
Es verspricht ein schöner Tag zu werden, die Sonne scheint,
nur den Surfern hat das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Es weht mit ca. 3 – 4 Windstärken und das ist nur
für Trockenübungen am Strand ausreichend.


Nach der ausgedehnten Strandwanderung bis zu einem gestrandeten
Fischkutter in der Nähe der Stadt, genießen wir die
Sonne im Liegestuhl.
Im Windschatten des Fahrzeugs ist es sehr angenehm und schwups, hole
ich mir einen kräftigen Sonnenbrand.
Bis spät am Abend schweben unzählige Drachen
über dem Strand, wir ziehen uns allerdings zurück,
weil es inzwischen recht kalt geworden ist.
22. Tag
In der Nacht hat es ausgiebig geregnet. Erst in der Mittagszeit lugt
die Sonne wieder durch die Wolkenlücken. Wir nutzen diesen
Umstand zu einer Wanderung von zweieinhalb Stunden, immer an der
Wasserkante entlang, über goldgelben Sand. Zur Kaffeezeit hat
es sich wieder eingeregnet. Zeit zum Schreiben und Lesen.
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