Vom Delta des Ebro, bis zu den Salzlagunen von San Pedro del Pinatar hinter Alicante, begleiten uns an der Küste Ferienanlagen und im Hinterland Obst und Gemüse so weit das Auge reicht.

Routenverlauf DELTEBRE - ALICANTE
11.Tag
Heute lassen wir es ruhig angehen. Nach einem späten
Frühstück, beginnt ein ausgedehnter
Strandspaziergang. Erst gegen Mittag satteln wir die PS um weiter zu
ziehen. Weit war es nicht, als der Motor wieder abgestellt wird. Mitten
im Mündungsdelta des EBRE (EBRO) liegt ein Ort der mit seinem
Namen eine genaue Lage beschreibt, DELTEBRE. Hier befindet sich eine
biologische Station mit Museum, wo die Geschichte, Geologie,
wirtschaftliche Nutzung und die Bemühungen um die letzten
Reste der verbliebene Sümpfe, Salzwiesen und Lagunen und deren
Bedeutung für den Vogelschutz erklärt wird.
Das Delta hat eine ca. 6000 jährige Geschichte und ist ständigen Veränderungen unterworfen. Bis Mitte des 20. Jh. wuchs es durch die Sedimentablagerungen des EBRO. Nachdem dieser größte Fluss Spaniens im Mittellauf seiner ca. 1000 Flusskilometer zunehmend mit Dämmen zur Energie- und Wassernutzung verbaut wurde, verkleinert sich das Delta wieder wegen der fehlenden Sedimentfracht. Es ist noch nicht gravierend aber permanent und das verunsichert die 50 000 Bewohner des Deltas dann doch.
Die Deltafläche von 320 km2 wird zu 75 % zum Reisanbau genutzt. Mit der Reisproduktion begannen die Bauern Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts, weil die Reispflanze sehr gut mit dem hohen Salzgehalt der Böden zurechtkommt.
Die Mauren waren aber die Ersten, die diese ansonsten guten Schwemmlandböden intensiv nutzten und dafür, schon 35 Kilometer bevor der Fluss sein Delta erreicht, ein Wehr gebaut und Bewässerungskanäle angelegt hatten. Das heutige Ebrowehr bei XETRA stammt aus dem Mittelalter und staut den Fluss diagonal auf 320 Metern Länge und zweigt Wasser für die beiden großen Bewässerungskanäle ab, die links und rechts des Flusses mit einem weit verzweigten Kanalnetz die Bewässerung übernehmen.
Diese Landschaft zwischen Wasser und Land war aber auch Rückzug- Brut- und Überwinterungsgebiet für tausende von Vögeln in sechshundert Arten. Um die letzten Rückzugsgebiete zu erhalten, wurden 1986 die noch wenigen verbliebenen natürlichen Flächen unter Schutz gestellt.
Wir hätten ja gerne auch einige der rosa Flamingos gesehen, leider zierten sie sich und hielten sich vor unseren neugierigen Augen verborgen.
Jetzt wurde es aber Zeit, das Gaspedal zu treten. So fuhren
wir Stunde um Stunde, linker Hand die total zugebaute Küste,
und rechter Hand Obstplantagen bis zu den Bergen. Es drängt
sich der Eindruck auf, Spanien versorgt ganz Mitteleuropa, einerseits
mit Sonnenquartieren, andererseits mit Obst und Gemüse.
Der Ausdruck „Bettenburgen“, bisher ein Schlagwort,
ist mir ab nun ein anschaulicher Begriff. Wenn der Verstand sich fast
weigert zu glauben, dass diese Bettenanzahl gefüllt werden
kann, sagen die Augen, das reicht nicht, nimm doch wahr, dass die
vielen Baukräne keine Bauklötzchen aufeinander
türmen. Zur Ehrenrettung muss gesagt werden, dass inzwischen
sehr viele Ferienanlagen entstehen die niedrig gehalten und dem
mediterranen Baustil nachempfunden sind.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir ALICANTE, biegen rechts ab und stehen wenige Minuten später am Strand,

Feierabend für heute, nur noch ein paar Pläne für morgen schmieden.
12 Tag

Gestern hatten wir einen Schlenker durch das Landesinnere gemacht. Heute wollen wir, zumindest bis zur Nehrung von LA MANGA bei CARTAGENA, an der Küste entlangfahren. Das erste Mal wird in SAN PEDRO die Küstenstraße verlassen. Wir wollen zum Strand und finden uns unversehens auf dem nördlichen Zipfel der Nehrung. Hier ist das Naturschutzgebiet SALINAS DE SAN PEDRO mit Wanderwegen eingerichtet worden, das die


Salzlagunen

und Dünenlandschaft umfasst.
Natürlich wird es, am Strand sogar mit nackten
Füßen, erwandert bevor es weiter geht.
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